Ambrosius – Schutzpatron der Bienen und Imker

Einmal im Jahr gedenkt die Kirche des Heiligen Ambrosius, der unter anderem Schutzpatron der Bienen und Imker ist. Er wird häufig mit einem Bienenkorb dargestellt, der Fleiß und Gelehrsamkeit symbolisiert. Wie kam es dazu?

Ambrosius von Mailand, geboren 339 in Trier als Sohn des römischen Präfekten Aurelius Ambrosius und gestorben am 4. April 397 in Mailand und in der nach ihm benannten Basilika Sant’Ambrogio bestattet. Er wurde als römischer Politiker zum Bischof gewählt. Als Politiker trat er zurück, ließ sich taufen und wurde dann erst zum kirchlichen Oberhirten von Mailand geweiht.

Der heilige Ambrosius ist der Schutzpatron der Städte Bologna und Mailand sowie der Imker, Krämer, Lebkuchenbäcker und Wachszieher und der Bienen, Haustiere und des Lernens. Dargestellt wird er mit Bienenkorb, Buch und Geißel.

Die evangelischen Kirchen in Deutschland gedenken ihm an seinem Todestag, den 4. April, während sein Gedenktag in katholischen und orthodoxen Kirche am 7. Dezember stattfindet, dem Tag seiner Weihe zum Bischof. In Österreich ist am 7. Dezember zugleich „Tag des Honigs“.

Die Verehrung des Heiligen als Schutzpatron der Imker ist auf eine Überlieferung zurückzuführen, nach der ein Schwarm Bienen – während er sich noch schlafend in der Wiege befand – durch seinen Mund geflogen seien und ihn mit Honig genährt haben sollen. Der Vater des Kindes ließ nicht zu, dass die Bienen vertrieben werden, um den Sohn vor Stichen zu schützen. Der Schwarm soll schließlich weitergezogen sein, ohne Ambrosius gestochen zu haben. Dieses Ereignis wurde als Zeichen Gottes gedeutet.

Ambrosius engagierte sich als Bischof stark in kirchlichen Angelegenheiten: Er sympathisierte mit den Trinitariern und wandte sich später gegen die Arianer, deren Einfluss er in der illyrischen Kirchenverwaltung zurückdrängte. Später sorgte er sogar für die Absetzung des illyrischen Bischofs Palladius und dessen Presbyters Secundinus; auch eine Kirche vor den Toren der Stadt Mailand verhinderte er.
In Kallinikon am Euphrat hatte ein Bischof die Bevölkerung zu einem Pogrom und zum Niederbrennen der dortigen Synagoge aufgehetzt. Kaiser Theodosius I. verfügte eine Bestrafung des Bischofs, was Ambrosius zu verhindern wusste. Die Plünderer und Gewalttäter gingen straffrei aus, die Kirche musste die zerstörte Synagoge nicht wieder aufbauen.

Ambrosius ist einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike der Westkirche und trägt seit 1298 den Ehrentitel Kirchenvater.

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