Honigbienen als Gefahr für Wildbienen

Honigbienen als Gefahr für Wildbienen

Schwedische Wissenschaftler haben untersucht, ob Honigbienen Wildbienen durch Konkurrenz verdrängen. Ihre Untersuchungen führten sie an verschiedenen Standorten mithilfe von Hummelvölkern durch, die für die Wildbienen antreten mussten.

Die Forscher stellten für ihre Beobachtungen Bienenstöcke an neun Standorten auf und stellten an zehn weiteren Standorten sicher, dass dort keine Bienenstöcke vorhanden waren. Die Standorte waren voneinander getrennt und zeichneten sich durch eine unterschiedliche Umgebung aus – entweder enthielten sie einen geringen (homogene Landschaft) oder einen hohen (heterogene Landschaft) Anteil an naturnahem Grasland.

In den homogenen Landschaften führte die Hinzugabe von Honigbienen zu einer Reduktion der Hummeldichte in Feldrainen und im Straßenbegleitgrün, während in heterogenen Landschaften kein derartiger Effekt beobachtet werden konnte. In heterogenen Landschaften war der proportionale Anteil von Hummelarten mit kleinem Sammelaktionsgebiet an Honigbienenstandorten geringer als an Kontrollstandorten. In homogenen Landschaften wurden die Hummelkolonien dagegen von einer Art mit großem Sammelaktionsgebiet dominiert, unabhängig davon, ob Honigbienen hinzugefügt worden waren oder nicht. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass Honigbienen einen Einfluss auf die Hummeldichte nehmen, der Effekt aber durch die Landschaft entsprechend modifiziert wird. Kurz: In blütenarmen Habitaten sorgt die Honigbiene für weiteren Druck auf Wildbienen.

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